Botox spritzen lassen: Ärztlich behandelt bei mimischen Falten, Hyperhidrose und Zähneknirschen

Botox, häufig als Synonym für Botulinumtoxin verwendet, ist ein bewährtes Mittel zur Behandlung von mimischen Falten, zur Verbesserung der Gesichtskonturen und zur Anhebung der Augenbrauen. Darüber hinaus kann es effektiv bei übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrose) und lästigem Zähneknirschen (Bruxismus) angewendet werden.

  • Sichere und effektive Faltenbehandlung
  • Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten im Gesichts-, Achsel- und Kaumuskelbereich
  • Komplette Wirkung nach 14 Tagen
  • Lang anhaltende Wirkung von 3 bis 6 Monaten
  • Individuelles ärztliches Behandlungskonzept mit Nachkontrolle nach 2 Wochen
Portraitfoto einer Frau die mit Botox behandelt wurde.
Ich biete Behandlungen in folgenden Praxen:

Was ist Botox und wie wirkt es?

Botox (Botulinumtoxin A) ist ein Eiweiß, das die Signalübertragung vom Nerv auf den Muskel kurzzeitig blockiert. Der behandelte Muskel entspannt sich, die von ihm verursachte Falte glättet sich.

Botulinumtoxin, besser bekannt als Botox, ist ein Eiweiß, das von einem sporenbildenden Bakterium, Clostridium botulinum, produziert wird. Es ist äußerst aufwendig und schwierig zu gewinnen, da diese Bakterien nur unter absolutem Sauerstoffabschluss existieren können. Botox bzw. Botulinumtoxin blockiert die Übertragung des Botenstoffes Acetylcholin vom Nerv auf den entsprechenden Muskel und sorgt so dafür, dass dieser Muskel gezielt entspannt wird, da er sich nicht mehr zusammenziehen kann. Dadurch entspannt sich langsam die durch diesen Muskel verursachte Falte und je nach Behandlungsareal zieht sich die Haut glatt, die Augenbrauen und die Mundwinkel werden angehoben, der Kaumuskel entspannt sich und das Zähneknirschen sowie die begleitenden Verspannungen der Nackenmuskeln verschwinden.

„Botox" ist ein Markenname, eigentlich handelt es sich um Botulinumtoxin A. Beide Begriffe werden synonym verwendet.

Leider gibt es in unserem Körper ein Enzym, das alle Eiweiße nach 3 bis 4 Monaten abbaut, damit diese nicht überaltern. Gleichzeitig produziert der Körper ständig neue Eiweiße. Da Botox ein Eiweiß ist, unterliegt es ebenfalls diesem enzymatischen Abbau, sodass die tatsächliche Wirkung des Botox ca. 3 bis 4 Monate anhält. Wenn die Wirkung nachgelassen hat, sind die mimischen Muskeln bei einigen Patienten sofort wieder aktiv, sodass sich die Falte relativ schnell wieder bildet; bei anderen hingegen sind diese Muskeln sehr träge und die Falte bleibt noch länger verschwunden.

Leider gibt es in unserem Körper ein Enzym, das alle Eiweiße nach 3 bis 4 Monaten abbaut, damit diese nicht überaltern. Gleichzeitig produziert der Körper ständig neue Eiweiße. Da Botox ein Eiweiß ist, unterliegt es ebenfalls diesem enzymatischen Abbau, sodass die tatsächliche Wirkung des Botox ca. 3 bis 4 Monate anhält. Wenn die Wirkung nachgelassen hat, sind die mimischen Muskeln bei einigen Patienten sofort wieder aktiv, sodass sich die Falte relativ schnell wieder bildet; bei anderen hingegen sind diese Muskeln sehr träge und die Falte bleibt noch länger verschwunden.

Botox
Das wichtigste in Kürze
Ausfallzeit
keine
Schmerzen
Gering
Dauer der Behandlung
Weniger als 30 Minuten
Wirkungseintritt und -dauer
Wirkungseintritt nach 1-2 Wochen, hält je nach Typus 3-6 Monate an
Susanne Bechtel
Spezialistin für medizinische Ästhetik

Botox oder Hyaluron? Botox, Hyaluronsäure oder Radiesse, wann was?

Mein System ist klar: Alles Mimische wird mit Botox behandelt. Alles mit echtem Volumenverlust (Lippen, Nasolabialfalte, Schläfen) mit Hyaluronsäure. Und alles, was dem Bindegewebsabbau und der Alterserschlaffung unterliegt, mit Radiesse.

Botox entspannt Muskeln (mimische Falten), Hyaluronsäure füllt fehlendes Volumen auf, Radiesse strafft das Bindegewebe.

Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen Botox, Hyaluronsäure und Radiesse im Überblick:

Botox, Hyaluronsäure und Radiesse im Vergleich
Kriterium Botox Hyaluronsäure Radiesse
Wirkprinzip entspannt Muskeln füllt Volumen auf strafft Bindegewebe, regt Kollagen an
Typisches Ziel mimische Falten wie Stirn, Zornesfalte und Krähenfüße Lippen, Nasolabialfalte, Schläfen und Tränenrinne Wange, Jochbogen, Jawline, Hände und Dekolleté
Auch bei Hyperhidrose und Bruxismus Volumenverlust Alterserschlaffung
Wirkdauer 3 bis 4 Monate, bei Schwitzen 9 bis 12 Monate je nach Areal mehrere Monate bis Jahre 12 bis 18 Monate

Welche Behandlung oder welche Kombination im Einzelfall die richtige ist, klären wir gemeinsam in der Beratung.

Anwendungsfälle

Anwendungsfälle, wann ist eine Botox-Behandlung geeignet?

Botox ist ein vielseitiges Mittel, das zur Behandlung verschiedener kosmetischer und muskulärer Beschwerden eingesetzt werden kann. Durch die gezielte Entspannung von Muskeln kann Botox Falten und Linien im Gesicht reduzieren und das Aussehen von Haut und Gesichtszügen verbessern.

Es gibt vier Bereiche, die man mit Botox behandelt: die Zornesfalte zwischen den Augenbrauen, die Krähenfüße seitlich der Augen, den Bereich der Augenbraue, wo der Ringmuskel des Auges endet, und die Stirn. Die ersten drei Muskeln ziehen die Augenbrauen nach unten, die Stirn zieht sie nach oben.

Horizontale Stirnfalte

Mit Botox lassen sich die horizontalen Stirnfalten sehr effektiv behandeln, indem die entsprechenden Muskeln entspannt und so die Falten geglättet werden.

Vertikale Zornesfalte zwischen den Augenbrauen

Die verursachenden Muskeln (M. procerus und Mm. corrugator supercilii) werden mit Botulinumtoxin gezielt entspannt, und der negative Gesichtsausdruck verschwindet zusammen mit den häufig bestehenden Spannungskopfschmerzen.

Auch eine tiefe, eingeprägte Zornesfalte lässt sich in der Regel deutlich verbessern, häufig nicht mit Botox allein, sondern in Kombination mit Hyaluronsäure, sobald der Bereich durch das Botox entspannt ist.

Botox gegen Krähenfüße (radiäre Augenfalten, Lachfältchen)

Mit Botulinumtoxin wird der äußere Anteil des runden Augenmuskels (M. orbicularis oculi) entspannt. Dadurch verhindert man, dass sich Lachfältchen neben den Augen in die Haut einprägen. Ein natürliches Lachen mit gemilderten Lachfältchen bleibt erhalten. Mit der Entspannung des Muskels wird gleichzeitig der äußere Augenwinkel minimal geöffnet, und es kommt zum Open-Eye-Effekt, der das Auge größer und strahlender erscheinen lässt.

Bunny Lines (Naserümpfen)

Als Bunny Lines werden die kleinen Fältchen am Nasenrücken bezeichnet, die beim Naserümpfen sichtbar werden. Sie entstehen durch die Anspannung des zuständigen mimischen Muskels. Mit Botulinumtoxin wird dieser Muskel gezielt entspannt, sodass die Fältchen gemildert werden.

Augenbrauen-Lift mit Botox

Die Position der Augenbrauen wird durch vier mimische Muskeln bestimmt:

  1. Die Muskeln der Zornesfalte ziehen die Augenbraue am inneren Rand nach unten zur Nase.
  2. Der Oberrand des runden Augenmuskels, der direkt mittig unter der Augenbraue liegt, zieht die Augenbraue im mittleren Bereich nach unten.
  3. Der Muskelbereich, der die Krähenfüße verursacht, zieht die Augenbraue am äußeren Bereich nach unten.
  4. Lediglich der Stirnmuskel zieht die Augenbraue nach oben.

Wenn man nun die drei Bereiche entspannt, die die Augenbrauen nach unten ziehen, und die Stirn nicht behandelt, dann hat die Stirn ihren Gegenspieler verloren und kann ungehindert die Augenbrauen nach oben ziehen. Das sind zwar nur ein bis zwei Millimeter, aber dadurch entsteht ein offener, natürlicher Blick, und die Augen fühlen sich viel leichter an. Auch Schlupflider verbessern sich, je nach Ausprägung.

Hängende Mundwinkel mit Botox anheben

In Kombination mit Hyaluronsäure werden hängende Mundwinkel durch gezielte Behandlung des Muskels behandelt, der die Mundwinkel herunterzieht (M. depressor anguli oris).

Knitterfältchen im Bereich der „Merkelfalte"

Ebenso lassen sich Knitterfältchen im Bereich der „Merkelfalte" gezielt behandeln.

Kinnkonturen straffen mit dem DAO-Lift

Zur Straffung der Kinnkonturen werden beim DAO-Lift gezielt die Muskeln der unteren Gesichtshälfte entspannt. Dadurch überwiegt der Muskelzug nach oben, und die Konturen straffen sich automatisch mit nach oben.

Hals und Platysma glätten mit dem Nofretete-Lift (Nefertiti)

Beim Nofretete-Lift werden durch gezielte Injektionen in die Halsmuskulatur die hervorstehenden Muskelstränge entspannt und der Hals geglättet. 

Warum ich kein Baby Botox mache

Baby Botox, also bewusst nur die halbe Dosis, biete ich nicht an. Wird nur die Hälfte gespritzt, sind nicht alle Synapsen besetzt, der Muskel bewegt sich weiter, und das Ergebnis ist zu schnell wieder verschwunden. Mein Ziel ist ein natürliches, aber tragfähiges Resultat.

Lip Flip mit Botox: warum ich im Lippenbereich anders behandle

Botox hat nur eine Eigenschaft, es entspannt Muskeln. Es wird damit geworben, dass man mit kleinsten Dosen am Lippenrand die Lippe nach außen wölben („Lip Flip") oder Plisseefalten mit Botox entknittern könne. Dazu kann ich nur sagen: Jede Dosis im Lippenbereich, die eine Wirkung zeigt, führt dazu, dass die Oberlippe erschlafft hängt. Man kann mit Botox nichts hochziehen, es sei denn, man schwächt den Muskel, der nach unten zieht, und das ist im Lippenbereich nicht der Fall.

Den Lip Flip mache ich daher bewusst nicht: Zu wenig zeigt keinen Effekt, zu viel und man kann die Oberlippe kaum noch bewegen. Für natürlich aussehende Lippen ist Hyaluronsäure der richtige Weg.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten

Botox gegen Schwitzen: Achseln (Hyperhidrose)

Botox stoppt das übermäßige Schwitzen, indem es die Schweißdrüsen in der Achsel gezielt ruhigstellt. Der Effekt hält in der Regel rund 9 bis 12 Monate.

Durch die Behandlung der Schweißdrüsen in den betroffenen Bereichen wie unter den Armen kann Botox die Schweißproduktion deutlich reduzieren und so die Lebensqualität verbessern. Die typische Wirkungsdauer beträgt hier 9 bis 12 Monate.

Die Schweißproduktion wird über denselben Botenstoff vermittelt wie die Bewegung der mimischen Muskeln. Behandelt man die Achseln mit Botox, lässt das Schwitzen in meiner Erfahrung innerhalb von etwa zwei Wochen sehr deutlich nach.

Worauf es bei der Behandlung ankommt

Entscheidend ist, in welche Hautebene gespritzt wird: Man muss intraepidermal arbeiten, also in genau die Schicht, in der die Schweißdrüsen sitzen. Diese Präzision macht den Unterschied im Ergebnis.

Ablauf der Achsel-Behandlung

Die Achseln werden vorab vollständig lokal betäubt, sodass der Bereich taub ist. Anschließend wird in einem symmetrischen Muster über den gesamten behaarten Bereich gequaddelt.

Wann wirkt es?

Es kann bis zu zwei Wochen dauern, aber die meisten merken schon in den ersten Tagen, dass es deutlich weniger wird.

Für wen ist die Behandlung geeignet?

Geeignet ist die Behandlung grundsätzlich für die meisten Betroffenen. Nicht angewendet wird sie bei Ekzemen, Neurodermitis oder ähnlichen Hauterkrankungen im Behandlungsbereich, weil sich nicht sicher abschätzen lässt, ob man diese verstärkt.

Wie lange hält die Wirkung bei Schwitzen?

Weil Schweißdrüsen länger brauchen, um ihre Funktion wieder voll aufzunehmen, hält der Effekt deutlich länger als im Gesicht, in der Regel etwa neun Monate. Viele lassen die Behandlung daher im Frühjahr machen, um gut durch den Sommer zu kommen.

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Botox am Masseter (Kaumuskel): Botox gegen Zähneknirschen (Bruxismus)

Botox im Kaumuskel (Masseter) schwächt den überaktiven Muskel, sodass nächtliches Zähneknirschen und die damit verbundenen Verspannungen nachlassen.

Mit gezielten Injektionen in den Kaumuskel (Masseter) lässt sich nächtliches Zähneknirschen (Bruxismus) effektiv behandeln. Der Kaumuskel entspannt sich, das Zähneknirschen sowie die häufig begleitenden Verspannungen der Nackenmuskeln lassen nach.

Da der Kaumuskel durch die Behandlung schmaler wird, kann die Gesichtskontur in diesem Bereich etwas schmaler wirken.

Knirschschiene oder Botox?

Eine Knirschschiene wirkt nicht gegen das Knirschen selbst, sie schützt nur die Zähne. Manche knirschen so stark, dass sie sich die Schiene zerbeißen. Hier kommt Botox für den Kaumuskel, den Musculus masseter, ins Spiel: Es setzt an der Ursache an, nicht nur am Zahnschutz.

Wie wirkt Botox am Masseter?

Nach der Behandlung kann man normal weiterkauen. Erst wenn man sehr lange kaut oder nachts knirscht, erschöpft sich der Muskel früher und hört auf. Das ist genau der gewünschte Effekt.

Begleitsymptome, Nacken und Kopfschmerzen

Die meisten, die knirschen, haben eine verspannte Nackenmuskulatur bis hin zu Spannungskopfschmerzen. Es ist eine Muskelschleife: Knirscht man mit dem Masseter, zieht sich die Spannung bis in die Halsmuskulatur.

Der diagnostische Blick

Manche wissen gar nicht, dass sie knirschen. Ich erkenne an einem auffällig kantigen Unterkiefer, dass der Kaumuskel so kräftig ausgeprägt ist, dass er das Gesicht verbreitert hat, und frage dann gezielt nach, ob nachts geknirscht wird.

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Wirkungsdauer und -länge

Wann wirkt Botox und wie lange hält es?

Die Wirkung tritt nach ca. 1 bis 2 Wochen ein und hält, je nach Typus, 3 bis 4 Monate an. Normalerweise wird diese Behandlung zwei- bis dreimal jährlich durchgeführt. Bei regelmäßiger Behandlung verkürzt sich die Zeit bis zum Wirkungseintritt oft auf wenige Tage. Die volle Wirkung entfaltet sich allerdings immer erst nach ca. 2 Wochen. Als positiver Nebeneffekt bessern sich bei vielen Patienten durch die Entspannung der mimischen Muskulatur weitere Symptome wie Kopfschmerzen oder Migräne. 

Die Wirkung setzt schon nach ein paar Stunden ein, vollständig ist sie aber erst nach zwei Wochen. Sie geht von innen nach außen: Manche rufen nach fünf Tagen an, sie könnten die Augenbrauen außen noch heben. Nach zwei Wochen ist auch das entspannt.

Behandlungsschema und Prophylaxe

Patientinnen und Patienten ab etwa 35 empfehle ich, im ersten Jahr in der Regel dreimal im Abstand von drei bis vier Monaten zu behandeln, damit der Muskel durchgehend entspannt bleibt. Bei jüngeren Menschen kann Botox vorbeugend sinnvoll sein, ein entspannter Muskel prägt die Falte gar nicht erst ein.

Kontrolltermin nach zwei Wochen

Nach zwei Wochen mache ich immer eine Nachkontrolle. An der Zornesfalte zeigt sich dann oft ein zuvor verdeckter Volumenverlust. Diesen gleiche ich mit Hyaluronsäure aus, allerdings erst, wenn das Botox gewirkt hat und der Bereich entspannt ist, damit sich die Hyaluronsäure gut einbauen kann.

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Nebenwirkungen von Botox

Botox ist gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen sind in der Regel vorübergehend und lokal begrenzt, etwa eine leichte Reaktion rund um die Einstichstelle.

Die ästhetisch eingesetzten Mengen wirken nur sehr lokal, etwa zwei Millimeter rund um die Einstichstelle. Reaktionen beschränken sich daher in der Regel auf den behandelten Bereich und klingen wieder ab.

Eine Absenkung des Augenlids oder der Augenbrauen entsteht nicht von allein, sondern nur bei falscher Indikation, etwa wenn die Stirn trotz ausgeprägter Schlupflider behandelt wird und die Augenbrauen dadurch absinken. Aus diesem Grund prüfe ich vor jeder Stirnbehandlung sorgfältig, ob sie sinnvoll ist, und rate gegebenenfalls davon ab.

Seitlich hochgezogene Augenbrauen ("Spock-Augenbrauen") können die Folge einer ungleichmäßigen Behandlung sein. Sie lassen sich mit zwei kleinen Korrekturpunkten in der Regel gut ausgleichen. Deshalb gehört zu jeder Behandlung eine Nachkontrolle nach zwei Wochen.

Welche Punkte in Ihrem Fall zu beachten sind, bespreche ich vorab im ärztlichen Aufklärungsgespräch.

Wann Botox nicht geeignet ist

Botox ist für die meisten Menschen gut geeignet. In bestimmten Fällen wird es jedoch nicht angewendet.

Eine echte Gegenanzeige für Botox ist die neuromuskuläre Erkrankung Myasthenia gravis. Außerdem behandle ich keine Schwangeren und Stillenden sowie keine Menschen mit stark beanspruchtem Immunsystem (z. B. während einer Chemotherapie). Ob eine Behandlung für Sie infrage kommt, klären wir vorab im ärztlichen Aufklärungsgespräch.

Wie ich Botox meinen Patienten erkläre

Botulinumtoxin, besser bekannt als Botox®, ist ein Eiweiß, das von einem sporenbildenden Bakterium, Clostridium botulinum, produziert wird. Es ist äußerst schwierig zu gewinnen, da diese Bakterien nur unter absolutem Sauerstoffabschluss existieren können. Botox® ist ein Eiweiß, das die Übertragung des Botenstoffes Acetylcholin vom Nerv auf den entsprechenden Muskel zu blockieren vermag und so dafür sorgt, dass dieser Muskel gezielt entspannt wird, da er sich nicht mehr zusammenziehen kann. Dadurch glättet sich langsam die von diesem Muskel verursachte Falte und die Haut zieht sich glatt.

Leider gibt es in unserem Körper ein Enzym, das alle Eiweiße nach 3 bis 4 Monaten abbaut, damit diese nicht überaltern. Gleichzeitig produziert der Körper ständig neue Eiweiße. Da Botox® ein Eiweiß ist, unterliegt es ebenfalls diesem enzymatischen Abbau, sodass die tatsächliche Wirkung des Botox® ca. 3 bis 4 Monate anhält. Wenn die Wirkung nachgelassen hat, sind die mimischen Muskeln bei einigen Patienten sofort wieder aktiv, so dass sich die Falte relativ schnell wieder bildet; bei anderen hingegen sind diese Muskeln sehr träge und die Falte bleibt noch länger verschwunden.

Ich vergleiche das Ganze immer mit einem Gipsbein. Auch da ist der Muskel für eine längere Zeit ruhiggestellt und nach Abnahme des Gipses kann der Patient meist nicht sofort wieder laufen, da die Muskeln über längere Zeit nicht trainiert worden sind. Einige können dann aber schon relativ schnell wieder Fußball spielen, andere „humpeln“ noch nach einem halben Jahr.

Etwas anders verhält es sich bei der Behandlung des übermäßigen Schwitzens mit Botox®. Die behandelten Schweißdrüsen benötigen nach der allmählich nachlassenden Wirkung des Botox® sehr lange, um ihr Schweißsekret nachzubilden, so dass man hier wirklich sagen kann, dass der Effekt 9 bis 12 Monate anhält.

Die tatsächliche Wirkung des Botox® liegt also immer bei 3 bis 4 Monaten. Danach ist es individuell davon abhängig, wie lange der entsprechende Muskel bzw. die Schweißdrüse benötigt, um die volle Kraft wieder zu entfalten. In diesem Fall ist also Trägheit endlich mal ein Vorteil!

Mit Botox® behandelt man sehr effektiv die horizontalen Stirnfalten, die vertikale Zornesfalte zwischen den Augenbrauen und die radiären Falten seitlich der äußeren Augenwinkel, die sogenannten Krähenfüßchen. Ebenso können hängende Mundwinkel sowie Knitterfältchen im Bereich der „Merkelfalte“ behandelt werden.

Zur Straffung der Kinnkonturen werden beim DAO-Lift gezielt die Muskeln der unteren Gesichtshälfte entspannt. Dadurch überwiegt der Muskelzug nach oben und die Konturen straffen sich automatisch mit nach oben.

Darüber hinaus gibt es noch das sogenannte Nofretete-Lift, bei dem durch gezielte Injektionen in die Halsmuskulatur die hervorstehenden Muskelstränge entspannt werden und der Hals geglättet wird.

Die Wirkung tritt nach ca. 1–2 Wochen ein und hält, je nach Typus, 3–4 Monate an. Normalerweise wird diese Behandlung zwei- bis dreimal jährlich durchgeführt. Bei regelmäßiger Behandlung verkürzt sich die Zeit bis zum Wirkungseintritt oft auf wenige Tage. Die volle Wirkung entfaltet sich allerdings immer erst nach ca. 2 Wochen. Als positiver Nebeneffekt bessern sich bei vielen Patienten erfreulicherweise durch die Entspannung der mimischen Muskulatur andere Symptome wie beispielsweise Kopfschmerzen und Migräne oder verschwinden sogar ganz.

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F.A.Q.

Häufige Fragen und Antworten zu Botox

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Botox-Behandlung.
Botulinumtoxin ist ein Eiweiß, das vom sporenbildenden Bakterium Clostridium botulinum produziert wird. Es entspannt gezielt Muskeln und wird eingesetzt, um mimische Falten zu glätten, übermäßiges Schwitzen zu reduzieren, Zähneknirschen zu behandeln und die Augenbrauen anzuheben.
Botox blockiert die Übertragung des Botenstoffes Acetylcholin vom Nerv auf den Muskel, was zu einer gezielten Entspannung des Muskels führt.
Erste Effekte zeigen sich in der Regel innerhalb von 3 bis 7 Tagen. Die volle Wirkung ist nach etwa 2 Wochen erreicht.
Eine Botox-Behandlung ist im Allgemeinen schmerzarm. Die Injektionen empfinden die meisten Patienten als leicht unangenehm, aber nicht schmerzhaft.
Es gibt keine festen „Migräne-Punkte", wer das verspricht, übertreibt. Als Nebeneffekt verschwindet Migräne aber häufig, meiner Meinung nach durch die Entspannung der mimischen Muskulatur im Stirn- und Kopfbereich.
Botox bindet sehr schnell. Nach meiner Behandlung können Sie in der Regel zügig wieder Ihrem normalen Alltag nachgehen. Einzelne Verhaltensregeln, die im Internet kursieren (eine Woche mit erhöhtem Oberkörper schlafen, sich nicht hinlegen, kein Sport), sind nach meiner Erfahrung nicht nötig. Konkrete Hinweise gebe ich Ihnen individuell im Anschluss an die Behandlung.
Schlupflider entstehen nicht von allein durch Botox. Sie können nur bei falscher Indikation entstehen, wenn die Stirn trotz ausgeprägter Schlupflider behandelt wird und die Augenbrauen dadurch absinken. Deshalb prüfe ich vor jeder Stirnbehandlung sorgfältig, ob sie sinnvoll ist, und rate gegebenenfalls davon ab.
„Spock-Augenbrauen", seitlich hochgezogene Brauen, sind eine klassische Folge einer ungleichmäßigen Behandlung, bei der die Stirn nur mittig entspannt wurde. Mit zwei kleinen Korrekturpunkten rechts und links lässt sich das in der Regel gut ausgleichen.
Ja. Der Muskel wird nur geschwächt, nicht gelähmt. Beim normalen Kauen merken Sie davon nichts, erst, wenn Sie sehr lange kauen. Und genau das ist der gewünschte Effekt.
Inhaltsverzeichnis
Susanne Bechtel
- Spezialistin für medizinische Ästhetik

"Mit weit über 20.000 Behandlungen vertrauen mir meine Patienten. Lassen Sie uns gemeinsam Ihre ideale Behandlung finden."
Mein Aufklärungsgespräch dauert eine Stunde. Ich erkläre, was was ist, wie alles wirkt und warum ich ein bestimmtes Produkt wähle. Der aufgeklärte Patient ist der beste Patient.

Botox an meinen weiteren Standorten

Fachlich begleitet von Susanne Bechtel, Ärztin · zuletzt aktualisiert: 16.06.2026

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